zeitung-transparent

Der Blog

nicht nur

für Ärzte

News ++ Medizin ++ Politik ++ Karriere ++ Lifestyle

03/05/2018, 01:01



Ein-Arzt-im-ewigen-Eis---Arbeiten-auf-der-Antarktisstation-Neumayer-III


 



Ein sehr interessanter Artikel aus dem Bayrischen Ärzteblatt. Dr. Tim Heitland, berichtet im Interview von seiner Arbeit auf der Neumayerstation in der Antarktis.

Er gehört neben 11 anderen Wissenschaftlern zu den "Überwinterern" der Station.  Neun Monate sind sie abgeschnitten von der Außenwelt. Es herrschen Außentemperaturen von teils -45 Grad C. Die nächsten "Nachbarn" sind ca 230 km entfernt.

Auszug aus dem Interview: "Das Spektrum des Machbaren ist tatsächlich groß. Ich würde sagen, dass die Grenzen hier am ehesten durch die Fähigkeiten des Arztes und im Zweifel die fehlende Manpower gesetzt sind......
Erfreulicherweise musste ich bisher tatsächlich nicht allzu oft medizinisch tätig werden. Aber das Hospital mitsamt Inventar und Apotheke muss natürlich genauso wie die Telemedizin regelmäßig geprüft, gewartet und instandgehalten werden. Zudem fällt die mikrobiologische Überprüfung des Trinkwassers, die Arbeitssicherheit, die Sicherheitsausstattung für die Arbeit im Feld usw. in mein Ressort.

Darüber hinaus betreue ich eine recht groß angelegte, mehrjährige medizinische Studie. Vor dem Hintergrund der Weltraummedizin, plakativ sei beispielsweise eine Marsmission genannt, sollen hier physiologische und psychologische Veränderungen durch die Isolation und die hier herrschenden Bedingungen untersucht werden.

Da ergeben sich natürlich spannende Fragen. Wie reagiert das Immunsystem in dieser reizarmen Umgebung, wie das vegetative Nervensystem. Lassen die kognitiven Fähigkeiten nach, das Reaktionsvermögen, das dreidimensionale Denken mitsamt dem Orientierungsvermögen? Welche Dynamik herrscht in der Gruppe usw.

Wer noch mehr über die Arbeit auf der Station wissen möchte, kann sich auch gern ein Telefoninterview mit Dr. Heitland anhören. Klicken Sie einfach hier
12/04/2018, 01:59



Buchtipp:-"Die-verlorene-Kunst-des-Heilens"-von-Bernard-Lown


 



Ein wunderbares Buch über die Kunst des Heilens. Ich habe es vor vielen Jahren gelesen und es hat mich nachhaltig beeindruckt.

Bernard Lown:  Kardiologe, Friedensnobelpreisträger, Erstbeschreiber und einer der Namensgeber des Lown-Ganong-Levine-Syndroms, Entwickler der über Jahrzehnte weltweit verwandten Lown-Klassifikation für ventrikuläre Extrasystolen und Erfinder der Elektroschockbehandlung (Defibrillation und Kardioversion) bei Herzrhythmusstörungen.

1996 veröffentlichte der mittlerweile emeritierte 75-jährige Lown das Buch "The Lost Art of Healing", in dem er sehr ausführlich seine Sicht von Heilkunst darlegt und den Verlust dieser Kunst in der heutigen Medizin kritisiert. Das Buch ist in viele Sprachen übersetzt worden, u. a. erschien 2004 die zweite deutschsprachige Ausgabe mit dem Titel "Die verlorene Kunst des Heilens. Anleitung zum Umdenken.". Eine Rezension im Deutschen Ärzteblatt beschreibt das Werk als "außergewöhnlich spannend und lehrreich" und empfiehlt, es jedem Studenten zu Beginn des Medizinstudiums zu schenken und am Ende des Studium nochmals diskutieren zu lassen, "damit nicht verlorengeht, was ärztliches Handeln letztlich ausmacht" (aus Wikipedia)

Und hier gehts zum Buch: Die verlorene Kunst des Heilens
15/03/2018, 01:59



Das-Kreuz-mit-dem-NC---Medizinstudium-im-Ausland...


 



Die Wartesemster in Humanmedizin betragen in Deutschland derzeit 14, teilweise sogar 15 Semsester! Das ist Wahnsinn. Was soll ein junger Mensch denn solange machen, wenn es sein Traum ist Arzt zu werden? Klar, man könnte in der Zwischenzeit eine andere medizinische Ausbildung absolvieren. Krankenpfleger zum Beispiel. Oder Rettungssanitäter. So kann man sein Geld verdienen und zugleich wertvolle Erfahrungen sammeln.

Oder man hofft auf die Richter in Karlsruhe, die derzeit über den NC verhandeln. Ein Urteil wird aber erst 2018 erwartet. Wie das wohl aussehen wird? Man darf gespannt sein.

Die Dritte Möglichkeit wäre, in die Bundeswehr einzutreten. Sofern man den Aufnahmetest und die Grundausbildung über- und besteht, kann man dort Medizin studieren. Allerdings muss man sich für 17 Jahre verpflichten, um den NC zu umgehen. Das ist eine lange Zeit.

Wer weder Zeit mit Alternativberufen vergeuden, noch auf neue Rechtssprechung hoffen will und auch keine Lust hat sich beim Bund zu verpflichten, dem steht noch eine Vierte Möglichkeit offen: Studieren im Ausland.  Auch hier gibts natürlich eine Haken: man braucht das nötige Kleingeld. Die Studiengebühren in den ausländischen Universitäten belaufen sich zwischen 9 und 11.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen natürlich noch die Kosten für`s Wohnen und Leben. Das ist schon eine Hausnummer.

Wer es sich allerdings leisten kann, ist mit dieser Alternative fein raus. Man kann sich an vielen verschiedenen Unis in der EU bewerben. In der Regel findet der Unterricht in Englisch statt. Es gibt aber auch Unis, in denen man sogar in Deutscher Sprache studieren kann. Zwei von ihnen sind die Semmelweis in Budapest sowie auch die Uni Pecs, in der gleichnamigen Stadt in Ungarn.
Dank der Bologna-Richtlinien wurden die Studiengänge vereinheitlicht, so dass die Abschlüsse ohne weitere Prüfungen in Deutschland anerkannt werden. Wer sich für ein Studium im Ausland interessiert, findet im Netz vielerlei Infos. 
Hier ein Link: Medizinstudium im Ausland

Eine kostengünstigere Variante ist z.B. ein Studium an einer staatlichen Universität in den Niederlanden. Da es aber im Bereich Medizin ebenso wie hier, mehr Studienplatzbewerber als Studienplätze gibt, erfolgt das Auswahlverfahren über eine Auslosung. Wer Glück hat und per Los einen Platz ergattern kann, kommt so natürlich wesentlich preiswerter durch die Zeit. Dort betragen die Studiengebühren dann nicht 10.000 im Jahr, sondern nur ca. 2000 Euro. Der Unterricht findet entweder auf Niederländisch, auf Englisch oder in grenznahen Unis auch auf Deutsch statt. Hier noch ein Link: Studieren in den Niederlanden


12458

© 2018 Hecht Consulting
IMPRESSUM

Hecht Consulting

Potsdamer Allee 78-80

14532 Stahnsdorf b. Berlin

Kontakt:

Tel. 030-640 94 120

Mail: mail@hecht-consulting.com

Create a website